14. Apr

Freiwillige sammeln Spenden für Japan

Geschrieben von  Administrator

Die ijgd Berlin senden in Kooperation mit dem Deutsch-Japanischen Friedensforum Berlin e.V. (DJF Berlin) seit vielen Jahren Freiwillige nach Japan. Mitte März sind die Freiwilligen von ijgd und DJF Berlin, die eigentlich für ein Jahr ihren Freiwilligendienst in Japan leisten wollten, bis auf weiteres nach Deutschland zurückgekehrt. Zurück geblieben sind die Opfer der Katastrophe, unsere Freunde und Bekannten vor Ort, die Einsatzstellen und unsere Partner, all die Menschen, die wir durch Freiwillige in sozialen Organisationen unterstützt haben und unterstützen.

Die Entwicklungen der letzten Tage erfüllen uns mit täglich wachsender großer Betroffenheit und Mitgefühl, denn auch ohne atomare Katastrophe sind größere Gebiete im Nordosten Japans zerstört, haben Familien Angehörige verloren, ist die Versorgung vor Ort teilweise nicht gewährleistet, die Infrastruktur in weiteren Bereichen zerstört oder stark beschädigt. Da das zur Kühlung genutzte Meerwasser ins Meer zurück geleitet wurde und wird, sind die Folgen für einen Inselstaat wie Japan unabsehbar, einen Inselstaat, der für seine Versorgung in erheblichem Maß auf Meeresfrüchte und Fisch angewiesen ist.

Die nun vorläufig zurück gekehrten Freiwilligen möchten ihren Einrichtungen in Japan nicht einfach den Rücken kehren. So entstand die Idee einer Spendenaktion: Wir möchten unsere Partner, Freunde und  Einsatzstellen in Japan aus Deutschland weiter unterstützen.

"Lasst uns an all die Opfer denken und an die Gefahren, die für die Menschen in Japan noch zu meistern sind. Wir können fahren, sie leben hier." Anne Jeglinski – Bildungsreferentin ijgd

Anne Jeglinski und Professor Eugen Eichhorn (DJF Berlin) waren ebenfalls zur Zeit des Erdbebens in Japan, um ein Seminar mit den Freiwilligen des Jahrgangs 2010/11 in Hiroshima durchzuführen und alle Einrichtungen zu besuchen. Während des Seminars wurden die Auswirkungen des Atombombenabwurfs auf die Städte Hiroshima und Nagasaki und ebenso die Risiken der zivilen Nutzung der Kernenergie thematisiert. Keiner ahnte etwas von den bevorstehenden Ereignissen, schon gar nicht, dass sie für alle ein Teil persönlicher Erfahrungen werden sollten.

ijgd Berlin und DJF Berlin haben sich am Samstag, dem 12. März 2011, nach Bekanntwerden der ersten Explosion im Nuklearkomplex Fukushima 1 entschlossen, alle Freiwilligen zur Rückkehr aufzufordern und gemeinsam mit den Eltern die Rückflüge zu koordinieren.

Den Freiwilligen ist es sehr schwer gefallen, ihre Einsatzstellen, ihre Freunde und Kollegen z. T. auch Familienangehörige zu verlassen. Sie möchten nun hier vor Ort aktiv werden, u. a. durch diese Spendensammlung.

Deshalb rufen die Freiwilligen auf:  Spenden Sie bitte für die Opfer des Erdbebens, des Tsunamis und für die durch radioaktive Strahlung geschädigten Menschen.

Als gemeinnützige NGO können die ijgd (www.ijgd.de) und DJF Berlin (www.djf-ev.de) Spenden entgegen nehmen. Die Spenden werden gemeinnützigen Organisationen in Japan zur Verfügung gestellt, Organisationen, die wir zum Teil seit mehr als zehn Jahren persönlich kennen.

Spendenkonto:

Internationale Jugendgemeinschaftsdienste
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, Kto.-Nr. 31 17 500
Stichwort: Japan-Spende

Eine Spendenquittung wird von ijgd gerne ausgestellt. Bitte geben sie bei der Überweisung ihre Adresse an.

www.ijgd.de

 

Zuletzt geändert am: Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 23:49 Uhr

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